Förderkonzept
Klasseninterne Förderung
Die klasseninterne Förderung findet in allen Jahrgängen statt.
Der Klassenlehrer teilt die Gruppen ein, legt die Leistungsinhalte der einzelnen Fördergruppen fest und bespricht dies mit dem Förderunterrichtslehrer.
Auf dieser Grundlage erstellt der Förderunterrichtslehrer die Förderpläne, bearbeitet die Inhalte mit den Kindern, korrigiert deren Arbeiten und informiert den Klassenlehrer über die Lernentwicklung der Kinder.
Zusätzlich findet eine innere Differenzierung im Klassenunterricht statt.
Äußere Differenzierung durch Bildung von Kleingruppen
Je nach Ressource findet eine äußere Differenzierung in Form von weiteren Förder- bzw. Forderstunden zusätzlich in Kleingruppen statt.
Förderpläne
Die individuelle Förderung setzt eine genaue und zielgerichtete Beobachtung durch die am Lernprozess Beteiligten voraus. Die Ziele sollen transparent und in einem zeitlich überschaubaren Rahmen zu verwirklichen sein. Diagnose- und Beobachtungsbögen helfen, nach Bedarf weitere individualisierende Förderpläne zu erstellen. So wird für jedes Kind in den Fächern Deutsch und Mathematik durch die Zuteilung zu den einzelnen Fördergruppen der entsprechende Förder- bzw. Forderbedarf festgelegt.
Lern- und Förderempfehlungen
Sollten trotz individualisierender und individueller Fördermaßnahmen die Lerndefizite eines Kindes so groß sein, dass evtl. eine Versetzung gefährdet erscheint, wird für dieses Kind vom entsprechenden Fachlehrer oder der Fachlehrerin in Absprache mit der Klassenlehrerin eine Lern- und Förderempfehlung erstellt.
Sprachförderkonzept
Schulspezifische Rahmenbedingungen
Die KGS Übach wird zurzeit von 288 Schülerinnen und Schülern besucht, von denen 68 Kinder einen Migrationshintergrund haben.
Kinder aus den folgenden Ländern nehmen zurzeit am DAZ- und Förderunterricht teil:
Syrien, Albanien, Polen, Ukraine, Spanien, Marokko, Kroatien, Kosovo, Mazedonien, Griechenland, Ghana, Türkei, Rumänien, Frankreich und Philippinen.
Viele dieser Kinder sind erst seit kurzer Zeit in Deutschland und kommen mit sehr unterschiedlichen sprachlichen Kompetenzen in die Schule. Für diese Kinder ist Deutsch eine Zweitsprache, die sie zur Bewältigung der schulischen Lernprozesse dringend erlernen müssen. Mit dem vorliegenden Sprachförderkonzept „Deutschförderung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler im DaZ- Unterricht (Deutsch als Zielsprache) und im Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund“ liegt ein wichtiger Baustein für eine systematische Förderung dieser Schülerinnen und Schüler sowohl in der Schuleingangsphase als auch in den Klassen 3/4 vor.
Die Förderung findet in zwei Gruppen statt:
a. Erstfördergruppe (10-12 Stunden wöchentlich): intensive Deutschförderung mit Erlernen eines alltäglichen Grundwortschatzes
b. DaZ-Förderunterricht (3-6 Stunden wöchentlich): meist für Kinder der Stufen 3/4 mit fortgeschrittenen aber noch basalen Deutschkenntnissen, Förderung in allen Fächern in Kleingruppen
Lernstandsbericht vs. Zeugnis
Gemäß den zuvor getroffenen Absprachen der Klassenkonferenz und des ermittelten Sprachstandes nach dem Erlass „Integration und Deutschförderung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler“, erhalten Kinder der Erstförderung statt eines regulären Zeugnisses einen Lernstandsbericht.
Sind die zugewanderten Schülerinnen und Schüler einem Bildungsgang zugewiesen und nehmen am Regelunterricht teil, so erhalten sie die üblichen Zeugnisse gemäß den Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der von ihnen besuchten Schulform. Im Regelunterricht ist das gesamte Lehrerkollegium für die Sprachförderung verantwortlich.
Elternarbeit und das Sprach- und Bildungsprogramm "Rucksack Schule"
Sprachförderung kann nicht nur mit den Schülerinnen und Schüler in der Bildungseinrichtung stattfinden. Sprachförderung lebt davon, dass auch das Elternhaus mit in diesen Prozess eingebunden wird.
Durch Koordinierung und Abstimmung zwischen Regelunterricht, Erstförderung, DaZ-Förderunterricht und Elternarbeit wird die Sprachentwicklung optimiert. Den Eltern werden zahlreiche Anregungen gegeben, wie sie ihren Kindern zu Hause die Lerninhalte erklären können. Die Förderung der Schüler umfasst auch Hilfestellungen bei der Organisation des Schulalltags. Unter anderem werden Elternbriefe übersetzt und Hilfe beim Ausfüllen von Formularen oder Rückmeldungen geleistet.
Seit dem Schuljahr 2025/26 wird an der KGS Übach das Sprach- und Bildungsprogramm „Rucksack Schule“ in Kooperation mit dem Schulträger Stadt Übach-Palenberg und dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) angeboten und durchgeführt. Dabei trifft sich eine Elterngruppe mit der Elternbegleiterin Frau Arik (Vermittlerin) und Frau Tahir (AWO-Mitarbeiterin) und Frau Lopez-Scheer (sozialpädagogische Fachkraft) als Bindeglieder zwischen Schule und Elternberaterin. Dieses Treffen umfasst eine Elterngruppe von 6-10 Eltern nicht-deutscher Herkunft und Muttersprache; sie finden einmal wöchentlich (dienstags) von 8-9:30 Uhr im Lehrerzimmer der Schule statt. Dort werden die sprachlichen Fähigkeiten sowohl in der Familiensprache als auch in der deutschen Sprache (Sprache der Bildungseinrichtung KGS Übach) gefördert.
Neu zugewanderte Familien wissen oft nicht, welche Schulmaterialien benötigt werden, um am Regelunterricht teilnehmen zu können und welches Grundwissen bei den Themen des Sachunterrichts vermittelt werden. Es werden jedoch auch Integrationsthemen besprochen, beispielsweise die Bedeutung des St. Martins-Zuges, der Weihnachtsfeier. und des Plätzchenbackens. Den Eltern, Schülerinnen und Schülern werden die Bedeutungen erklärt und die damit zusammenhängende Pflichtveranstaltungen im Schulleben. Diese und andere Fest sind feste Bestandteile des Schullebens der Katholischen Grundschule Übach. Somit unterstützt die Fachkraft die Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien bei der sozialen Eingliederung und Integration.
Rucksack Schule findet im Schuljahr 2025/26 im Lehrerzimmer der KGS Übach jeden Dienstag von 8-9:30 Uhr statt.